IM # 012 – 3. Marathon ums Elbwasserwerk Kaltehofe am 19.02.2012 – Veranstalterbericht
Nachdem vor Wochenfrist die Elbinsel Kaltehofe und mit ihr das ehemalige, von 1893-1990 betriebene Elbwasserwerk Kaltehofe von tiefen Minustemperaturen sowie von Eis und Schnee beherrscht worden waren, waren die Temperaturen plötzlich deutlich angestiegen, auch wenn sie am Lauftag selbst, Sonntag, dem 19.02.2012, mit 3-6 °C wieder einige Grade tiefer lagen als in den 2-3 letzten Tagen.
Bedeckter Himmel mit anfangs feinem Nieselregen, später phasenweise auch schönem Sonnenschein sowie immer wieder eine recht frische Brise sorgten beim 3. Marathon ums Elbwasserwerk Kaltehofe über 44,272 km dennoch für „ausreichend winterliche“ Verhältnisse.
Da Erika Köhn (Tangstedt) leider kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen fehlte, blieben die neun männlichen Teilnehmer somit unter sich. Um es vorweg zu nehmen: Alle finishten den Lauf. Damit herrschte an diesem Tag wenigstens keine Unklarheit, wer denn nun das „starke Geschlecht“ ist…
Pünktlich gegen 9.45 Uhr standen sieben der neun Teilnehmer startbereit an der Schranke am Kaltehofe-Hinterdeich. Trotzdem verzögerte sich der Start ein wenig, da die beiden noch fehlenden Läufer, die an der Schranke am Kaltehofe-Hauptdeich gewartet hatten, erst unmittelbar um 10 Uhr per Auto am Startort eintrafen.
Bei 3 °C, bedecktem Himmel, leichtem Nieselregen und einer leisen Brise setzte sich das Läuferfeld dann kurz nach 10 in Bewegung.
Vom Start weg setzte sich Rolf Graubner (Hamburg) ab, der ein überlegenes Rennen lief und locker-leicht in 4.29.29 h den Tagessieg mit nach Hause nahm.
Die übrigen Platzierungen des Tages wechselten immer wieder im bunten Reigen, wobei es anscheinend niemanden interessierte, ob er gerade Zweiter oder Siebter war.
So lief anfangs ein Duo auf Rang 2, das später zu einem Quartett mit Patrik Schmidt, Joachim Neuhaus (beide Hamburg), Hans-Jürgen Hetzel (Ellerbek) und Bodo Makuszies (Winsen/Luhe) umformierte.
Andererseits bildete sich für die ersten beiden Runden ein Schlusstrio mit Rainer Pufahl (Müssen), Peter Wieneke (Hamfelde) und Veranstalter Christian Hottas (Hamburg). Rainer beschleunigte dann in seiner dritten Runde und lief vom letzten auf den 3. Rang vor, ehe er sich wieder Christian und Peter anschloss. Mit denen war inzwischen auch Peter Henke (Münsterdorf) unterwegs, der sich seinerseits so von Rang 2 zurückfallen ließ. Am Ende finishten Rainer und Peter H. gleichauf als Fünfte in 5.34.37 h.
Aus dem vormaligen Mittelfeld-Quartett hatte sich Patrik in der 5. Runde abgesetzt. Während er sich in 5.12.34 h Platz 2 sicherte, blieben Hans-Jürgen und Joachim ganz entspannt und holten sich in 5.30.40 h halt Rang 3.
Rang 5 ging – wie erwähnt – an Rainer und Peter H. in 5.34.37 h.
Bodo holte sich pünktlich zu seiner Schlussrunde seine Kamera, die er eifrig einsetzte, so dass diese letzte 3,4-km-Runde ganze 23 (!) Minuten länger dauerte als seine Runden zuvor. Dies brachte ihn zwar auf über sechs Stunden, nämlich auf eine 6.13.08 h, reichte aber immer noch für exakt zwei Runden Vorsprung auf Peter W. und Christian.
Diese beiden waren eigentlich vom Start an im Bummelmodus, gönnten sich immer wieder eine Runde auf dem Elbdeich anstatt deiner Deichverteidigungsstraße, dem Kaltehofe-Hauptdeich, was zwar einen herrlichen Blick auf die Elbbrücken, das Hamburger Zentrum und vor allem die Eisschollen führende Elbe brachte, aber deutlich schwerer und langsamer zu laufen war.
Dabei war es faszinierend zu sehen, wie bei auflaufender Flut die Eisschollen auf der Elbe mit ziemlicher Geschwindigkeit flussaufwärts trieben und wenige Runden später mit ablaufendem Wasser noch schneller wieder meerwärts vorbeizogen! Derartige Tidenverhältnisse hatten wir bei den beiden ersten Ultramarathons auf dieser Strecke im Februar und August 2011 nicht gehabt!
Übrigens war auch der unbefestigte Streckenteil zu Rundenbeginn im Südosten der Insel Kaltehofe diesmal schwerer zu laufen als bei den beiden ersten Auflagen hier: Er präsentierte sich nämlich mit „gelenkschonendem“ Matsch!
Nach 7.25.37 h waren dann auch Christian und Peter W. im Ziel. Damit war der 3. Marathon ums Elbwasserwerk Kaltehofe endlich auch Geschichte.
Nummer 4 wird vermutlich am 29.07.2012 stattfinden. Allerdings ist dieser Termin noch nicht 100%ig sicher.
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